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Femizid

22. Februar 2024, Reinhard Ulrich Wegelin, Pfäffikon


Sprache ist nicht immer neutral. Linke setzen sie gezielt als Mittel der Politik ein. Aus bürgerlicher Warte ist ein kritischer Umgang mit linker Sprache Pflicht.


Gedenkstein für Hatun Sürücü, die 2005 in Berlin einem Ehrenmord zum Opfer fiel. (Bild: Wikipedia)


Heutzutage wird mit Sprache Politik gemacht. Ein Paradebeispiel ist das Wort Femizid. Man hat das Gefühl, dahinter steckt das Wort Genozid. Das ist beabsichtigt. Das feministisch geprägte Wort zielt auf den strukturellen Aspekt von Gewalt an Frauen und auf die Verantwortung des Staates ab, geschlechtsspezifische Gewalt zu verhindern und Betroffene zu schützen. «Patriarchale Geschlechterdifferenzen » sind ein Lieblingsthema des Feminismus. Wenn Frauen von Partnern Gewalt angetan wird, sprechen Behörden und Medien oft von einer «Beziehungstat ». Frauenrechtlerinnen wollen aber den Begriff Femizid durchsetzen. Sie halten es für falsch, mit einer vorangegangenen Beziehung eine Tötung an einer Frau zu erklären.


Man will nicht «Ehrenmord» sagen


Der Ehrenmord wird im Islam vorwiegend von Familienmitgliedern begangen. Begründet wird er meist damit, dass die Frau oder das Mädchen mit ihrem Verhalten «Schande» über die Familie gebracht hat. Ehrenmorde werden in einigen Ländern im Nahen Osten oder in Südasien zum Teil akzeptiert und nicht strafrechtlich verfolgt. Aus Angst vor Islamskepsis wurde der Begriff Femizid eingeführt, um das Wort «Ehrenmord» zu umgehen. Man macht also mit der Einführung eines neuen Begriffs Politik.


Schutz der Täter


Nach der Ermordung der Afghanin Maryam H. durch ihre zwei jüngeren Brüder wollte die Berliner Sozialsenatorin 2021 Ehrenmorde lieber als «Femizid» bezeichnet wissen. Es handle sich um einen «Femizid», also um einen Mord an einer Frau, weil sie eine Frau ist. Falsch aber ist, das Besondere an diesem Frauenmord zu verschleiern, indem man das Motiv der Täter unter dem Oberbegriff «Femizid » verschwinden lässt. «Hinter all diesen Morden steht keine Religion, steht keine Kultur, hinter all diesen Morden stehen patriarchale Strukturen », liess die linke Senatorin verlauten. Damit werden nur die Täter geschützt. Kulturell-religiöse Hintergründe nicht zu thematisieren, ist ein Fehler. Der Begriff «Ehrenmord» ist daher klar sinnvoller und ideologiefreier.

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