Grosses Interesse am SVP-Podium zu den Bilateralen III in Küsnacht

Küsnacht, 1. September 2026 – Rund 70 Gäste folgten der Einladung der SVP
Küsnacht zur Podiumsdiskussion über das Vertragspaket Schweiz–EU («Bilaterale
III»). Im Singsaal Wiltiswacht diskutierten Swiss-Life-Verwaltungsratspräsident Rolf
Dörig, Nationalrat und Regierungsratskandidat Martin Hübscher sowie Nationalrätin
Nina Fehr Düsel. Moderiert wurde der Abend von Nebelspalter-Chefredaktor Markus
Somm.
Im Zentrum stand die entscheidende Frage: Wer bestimmt künftig die Regeln in der
Schweiz, wir selbst oder zunehmend die EU? Die Haltung des Podiums war klar: Die
wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Europa ist wichtig, darf aber nicht auf Kosten der
politischen Eigenständigkeit und der direkten Demokratie gehen.
Rolf Dörig machte deutlich, dass ein guter Zugang zum europäischen Markt für die
Schweizer Wirtschaft wichtig ist, die institutionelle Anbindung dafür aber einen zu
hohen Preis darstellt. Er zeigte zudem auf, weshalb sich viele Wirtschaftsvertreter
trotz Vorbehalten öffentlich kaum gegen das Vertragspaket stellen.
Martin Hübscher warnte insbesondere vor der dynamischen Übernahme von
EU-Recht. An den Beispielen Landwirtschaft, Lebensmittel und Strom zeigte er auf,
wie die Schweiz zunehmend Regeln übernehmen müsste, an deren Entstehung sie
nicht gleichberechtigt beteiligt ist. Damit gehe es bei den Verträgen nicht nur um
Wirtschaft, sondern um die politische Selbstbestimmung der Schweiz.
Markus Somm stellte die demokratiepolitische Dimension ins Zentrum: Wer Gesetze
übernimmt, die andere beschliessen, gibt einen Teil seiner Souveränität ab.
Nationalrätin Nina Fehr Düsel richtete im Schlusswort den Blick auf die kommenden
Generationen und die langfristigen Folgen für eine eigenständige Schweiz.
Die rege Fragerunde und der anschliessende Apéro riche zeigten das grosse
Interesse am Thema. Die SVP Küsnacht dankt den Referenten und allen Gästen für
den engagierten Austausch.
SVP Küsnacht
